Laufender Betrieb

Die Firma steht. Was kommt jetzt?

Die Gründung ist oft der einfachste Teil. Der eigentliche Alltag beginnt danach.

Was viele unterschätzen

Worauf liegt der Fokus?

Intensiv beschäftigt:

  • UG gründen
  • GmbH gründen
  • Gründungsprozess

Oft unterschätzt:

  • Laufende Pflichten
  • Fristen & Meldungen
  • Mitarbeiter & Lohn
  • Verwaltung & Behörden

Der Punkt: Viel Zeit und Energie gehen in die Gründung. Aber der Alltag danach? Das wird oft unterschätzt. Hier ist, was wirklich auf dich zukommt.

Der Alltag

Der laufende Betrieb in Deutschland

1

Buchhaltung & Umsatzsteuer

  • Laufende Erfassung aller Belege
  • GoBD-konforme Aufbewahrung (10 Jahre)
  • Monatliche oder quartalsweise USt-Voranmeldung
  • Typische Stolpersteine: Privatausgaben vermischen, Belege verlieren, Fristen übersehen
2

Jahresabschluss & Steuern

  • Jährlich: Gewinn- & Verlustrechnung (GuV), Bilanz
  • E-Bilanz beim Finanzamt einreichen
  • Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag
  • Veröffentlichungspflicht im Bundesanzeiger (je nach Größe)
  • Fristen: Jahresabschluss bis 31. Dez., beim Finanzamt bis Mai/Juni
3

Mitarbeiter & Lohn

  • Anmeldung zur Sozialversicherung & Krankenkasse
  • Korrekte Lohnabrechnung (mit Steuern, Sozialversicherung)
  • Lohnsteuer-Meldungen bis 10. des Folgemonats
  • Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung
  • ❗ Ein Mitarbeiter kostet mehr als das Gehalt (Arbeitgeberanteile, Meldungen, Verwaltung)
4

Geschäftsführer-Verantwortung

  • Persönliche Haftung für bestimmte Verletzungen (Steuern, Sozialversicherung)
  • Dokumentation & Aufbewahrung (Geschäftsführerentscheidungen)
  • Geschäftsführer-Gehalt (dem Finanzamt bekannt machen)
  • Versicherungsschutz: Geschäftsführer-Haftpflicht (oft sinnvoll)
  • Änderungen müssen ins Handelsregister (Geschäftsführerwechsel, Adresse, etc.)
5

Bankkonten & praktische Anforderungen

  • Welche Bank passt? (Deutsche oder dänische Bank? Online oder Filiale?)
  • Was deutsche Banken erwarten: Handelsregistereintrag, Identitätsnachweis, Geschäftszweck
  • Kontoeröffnung dauert länger als in DK (2–4 Wochen normal)
  • Mögliche Herausforderungen: Compliance-Anforderungen, fehlende Kredit-Historie
  • Unterlagen: Reisepass, Handelsregistereintrag, Steuernummer, Geschäftsadresse
6

Rechtliche Grundlagen

  • DSGVO & Datenschutz (auch für kleine Unternehmen relevant)
  • Impressum & AGB (wenn du online tätig bist)
  • Aufzeichnungspflichten (10 Jahre Aufbewahrung)
  • GoBD-Konformität (Grundsätze zur Ordnungsmäßigkeit der Buchführung)
  • Betriebsrat & Arbeitnehmer-Mitbestimmung (bei mehr als 5 Mitarbeitern)

Die Realität

Laufende Kosten – kurz und realistisch

Nicht nur die Gründung kostet. Der Betrieb auch. Hier sind die wichtigsten Kostenblöcke.

Buchhaltung

Laufende Erfassung, Belege, Meldungen

Lohnabrechnung

Monatliche Verarbeitung (falls Mitarbeiter)

Versicherungen

Betriebshaftpflicht, Geschäftsführer-Haftung, etc.

Bankgebühren

Geschäftskonto, Transaktionen, Kontoführung

Software & Tools

Buchhaltungs-Tools, Zeiterfassung, etc.

Geschäftsadresse

Professionelle Adresse (falls nicht eigene Räume)

Steuerberatung

Spezialisierte Unterstützung bei Spezialfragen

Behördenverwaltung

Meldungen, Änderungen, Verwaltungsaufgaben

Wichtig: Es gibt keine Standardantwort. Die Kosten hängen ab von: Größe deines Unternehmens, Anzahl der Mitarbeiter, Branche, Komplexität. Im Gespräch klären wir realistisch, was für deine Situation zutrifft.

Die Abstimmung

Deutschland ↔ Dänemark: Welche Aufgaben wohin?

Dein dänischer Steuerberater macht:

  • ✓ Internationale Buchhaltung (oft)
  • ✓ Dänische Steuererklärung (Moderselskabet)
  • ✓ Allgemeine Finanzplanung

Deutschland braucht lokale Lösungen:

  • ✓ Deutsche Finanzamt-Anforderungen (E-Bilanz, GoBD)
  • ✓ Deutsche Umsatzsteuer-Logik
  • ✓ Arbeitgeber-Meldungen (wenn Mitarbeiter)
  • ✓ Handelsregister & Behörden

Beide Berater müssen zusammenarbeiten – und das funktioniert am besten, wenn sie wissen, was der andere macht. Wir koordinieren das.

Können wir E-conomic weiter nutzen?

Kurze Antwort: Oft ja. Aber nicht immer allein.

E-conomic ist ein starkes System für dänische Anforderungen. Wenn du in Deutschland ein Unternehmen hast, entstehen zusätzliche Anforderungen.

Die Frage ist:

  • ✓ Welche Daten fließen von Deutschland zu deinem dänischen Unternehmen?
  • ✓ Welche deutschen Anforderungen brauchen zusätzliche Systeme?
  • ✓ Können wir einen hybriden Prozess aufbauen?
  • ✓ Wie verbinden wir E-conomic (DK) mit deutschen Anforderungen (DE)?

Unser Ansatz: Wir prüfen gemeinsam, welche Lösung für deine Situation sinnvoll ist. Oft können wir E-conomic weiter nutzen – aber mit zusätzlichen deutschen Prozessen/Tools. Das besprechen wir konkret.

Die Realität

Diese Fehler solltest du vermeiden

Fristen unterschätzen

USt-Voranmeldung bis 10. des Folgemonats, Lohnsteuer bis 10., Jahresabschluss bis 31. Dez. Deutsche Fristen sind verbindlich – Verspätungen kosten Bußgelder.

👥

Lohn zu spät anmelden / abrechnen

Mitarbeiter anmelden kostet Kraft. Aber: Zu spät ist teurer. Krankenkasse, Finanzamt und Sozialversicherung kontrollieren das.

⚖️

Geschäftsführer-Verantwortung unterschätzen

Du als GF bist persönlich verantwortlich für Steuerzahlungen, Sozialversicherung, bestimmte Meldungen. Das ist mehr Haftung als Gesellschafter.

🌍

Deutsche / Dänische Zuständigkeiten vermischen

Dein dänischer Steuerberater macht dänische Sachen. Deutsche Finanzamt, Krankenkasse, Handelsregister brauchen deutsche Lösungen. Beide müssen wissen, was der andere macht.

📦

Belege nicht aufbewahrt

GoBD schreibt vor: 10 Jahre aufbewahren, sortiert, auffindbar. Digital ist okay – aber es muss ordnungsgemäß sein. Unsortierte Schuhkartons zählen nicht.

💳

Private & geschäftliche Konten vermischen

Banktransfers zwischen Privatkonto und Geschäftskonto sind kompliziert für die Buchhaltung und wirken sketchy beim Finanzamt. Saubere Trennung vom Start an.

💰

Mitarbeiterkosten unterschätzen

Ein Mitarbeiter mit 3.000 € Gehalt kostet dich nicht 3.000 € – mit Arbeitgeberanteilen, Versicherung, Verwaltung eher 3.700–4.000 €. Das muss in die Budgetplanung.

Die Lösung

So funktioniert die Zusammenarbeit mit mir

Die Herausforderungen, die du oben gelesen hast – hier ist, wie wir sie lösen.

📊

Laufende Buchhaltung

Belege erfassen, Konten abstimmen, GoBD-konform aufbewahren. Du siehst monatlich, wie dein Geschäft läuft.

💼

Lohnabrechnung

Korrekte Abrechnung mit Steuern, Sozialversicherung, Krankenkasse. Meldungen fristgerecht.

🤝

Abstimmung mit DK-Berater

Wir koordinieren: Was machst du in DK? Was machen wir in DE? Welche Daten fließen wohin? E-conomic-Integration, wenn sinnvoll.

📋

Jahresabschluss & Steuern

GuV, Bilanz, E-Bilanz. Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer. Fristgerecht beim Finanzamt.

💬

Laufende Betreuung

Fragen zu Fristen? Behörden-Themen? Mitarbeiter-Fragen? Wir sind ansprechbar und helfen praktisch.

Deine Situation ist einzigartig

Nach Gründung gibt es keine Standardlösung – nur die richtige Lösung für DEINE Firma.